Baby-Massage

Nichts brauchen und lieben Babys mehr als innige Berührungen. Die Babymassage ist für Mütter und Väter eine wunderbare Möglichkeit, ihrem Kind Zeit und Geborgenheit zu schenken. Zärtlicher Hautkontakt hilft Babys, sich glücklich zu entwickeln.

Wie viele schon wissen, finden in meiner Praxis regelmäßig Babymassage-Kurse statt. Ich möchte Euch hier einen kurzen Einblick zur Herkunft, der Wirkung und zu den Vorteilen der Babymassage geben.

Herkunft der Massagetechniken

Vimala Schneider Mc Clure, langjährige Yogalehrerin und Gründerin der Internationalen Gesellschaft für Babymassage, ist in Indien (1973) mit den Erlebnissen der Babymassage tief berührt und geprägt worden.

Sie beobachtete die wohltuende und entwicklungsfördernde Wirkung an ihrem eigenen Kind, nachdem sie es nach den - neu erlernten - indischen Techniken massierte.

Mit dem Wissen aus ihrer langjährigen Erfahrung als Yogalehrerin entwickelte sie ein Kurskonzept bei dem sie die Massagetechnik für Babys aus vier verschiedenen Techniken kombiniert:

Die Griffe, die sich vom Herzen weg bewegen, stammen aus der indischen Tradition. Die Griffe, die sich zum Herzen bewegen, kommen aus der schwedischen Tradition. Aus der Reflexzonenmassage stammt das Massieren der Füße, Hände und der Ohren. Die Berührungsentspannung wurde von Vimala selbst entwickelt und hat ihren Ursprung im Yoga.

Diese Massagetechnik findet sich mittlerweile in über 40 Ländern wieder. Überall werden Kursleiter und Kursleiterinnen nach den selben Grundsätzen ausgebildet.

Wirkung und Vorteile der Babymassage

Die Massage ist ein tolles Element für die Eltern-Kind-Bindung. Sie bietet die Möglichkeit miteinander in Kontakt zu kommen und über die Berührung einander besser kennen zu lernen. Denn liebevolle respektvolle Berührungen und angenehmer Hautkontakt setzt Oxytocin (Hormon bei der Geburt) frei, entspannt und reguliert Stress. Das Baby wird offener für die eigenen Gefühle und Sinneswahrnehmungen. Weitere Bindungsfaktoren wie Geruch, Blickkontakt, Sprache und Fürsorge werden aktiviert. Also sehr viele wichtige Bausteine für ein glückliches und achtsames Miteinander.

Gleichgewicht.

Viele Babys schlafen nach der Massage besser.

Wirkung auf verschiedene Organe

Eine Massage wirkt auch auf die verschiedenen Organe unseres Babys. Die Haut als größtes Sinnesorgan hilft dem Baby sich zu orientieren. Über Berührungen, Wärme und Kälte lernt es sein Umfeld wahrzunehmen. Eine Massage für unser Baby kann noch mehr: Beispielsweise wird der Verdauungstrakt durch die Massage angeregt. In meinem Kursen lernt ihr bestimmte Techniken um Blähungen und vor allem Koliken zu lindern.

Durch die Brustmassage können wir die Atmungsorgane anregen, was unter anderem Verschleimungen löst. Die Gehirnhälften werden bei sanften Übungen wie beispielsweise das Überkreuzen der Arme und Beine verknüpft. Diese Verknüpfung wird dem Kind später beim Krabbeln unterstützen genauso wie bei der weiteren Entwicklung seiner Persönlichkeit.

Das Körperbewusstsein eures Babys wird gefördert. Das Baby spürt die Grenzen seines Körpers. Wächst ein Baby mit diesem Bewusstsein für seinen Körper heran, findet es sich in seiner Umwelt besser zurecht.

Die Babymassage, die wir zusammen in meiner Praxis in einer ruhigen und wohligen Atmosphäre machen, ist eine Kombination aus Anregung und Entspannung - wie das Leben selbst. Die indische Massage wirkt eher entspannend und die schwedische Massage mehr anregend. Mit diesen Gegensätzen schaffen wir ein

und können sich nach einiger Übung bewusst entspannen (Berührungsentspannung). Auch viele Eltern sind nach der Babymassage entspannter, gerade auch weil sie bewusst Zeit mit ihrem Kind verbracht haben und sich vor allem die Zeit für innige Berührungen genommen haben. Eltern erzählen mir häufig nach unserem Kurs, dass sie durch die Massage ihr Baby besser kennengelernt haben und sich sogar sicherer im Umgang mit ihm fühlen. Besonders Väter haben die Möglichkeit den Kontakt zu ihren Babys zu intensivieren.

Unser Kind um Erlaubnis fragen

Viele Dinge im Alltag unseres Babys müssen einfach sein. Um Handhabungen wie Wickeln, Waschen, An-und Ausziehen kommen wir nicht herum, auch wenn das Baby es eventuell nicht möchte.

Bei unserer Massage ist das anders. Wir fragen unser Baby um Erlaubnis und respektieren seine Entscheidung. Das Kind erlebt, das es "Nein" sagen darf und entscheidet selbst, ob und wann es berührt wird. Wir achten auf die Signale des Babys, es wird uns zeigen, was es mag und was nicht.

Eine Babymassage macht Eltern und Kind Spaß. Es ist eine Möglichkeit miteinander über Jahre hinweg in Berührung zu bleiben.